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Mythen und Legenden

Die Burg und seine Geschichte ist verbunden mit einer Reihe von Mythen und Legenden. Die Burg ist auch heute noch dadurch bekannt, dass in seinen und Umgebung mysteriöse Phänomene auftreten. Mit vielen Gerüchten werden Sie auch bei Führungen durch den Schloss-Bereich vertraut gemacht.

Svojanov

Über den Burgvogt Rašín

In der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts liessen die Herren von Boskovice die neue äussere Festungsanlage der Burg bauen, deren Bestandteil auch das sogenannte Knappenhaus war. Die Legende besagt, dass im Erdgeschoss dieses Hauses Ställe waren und im Obergeschoss dann ein Saal, in dem die Burgbesatzung lebte. Dieser Saal wurde angeblich nur mit der Körperwärme der Pferde beheizt. Von hier aus hatte die Besatzung einen guten Zugang zu den einzelnen Festungsgalerien und gleichzeitig wurde von diesem Haus aus auch der Eingang zur Innenburg bewacht. Während der Errichtung dieses Hauses war Ritter Rašín der Burg- und Herrschaftsvogt. Er war für seine Grausamkeit gegenüber seinen Untertanen berüchtigt. Beim Bau des Hauses hatte er zu wenige Arbeiter, er zwang sie daher bis zur Erschöpfung zu arbeiten und quälte sie. Einer der Arbeiter verfluchte ihn und so fand Rašín nach seinem Tod keine Ruhe. Immer bei Mitternacht öffnete sich seine Gruft in der Kirche im nahmen Dorf Rohozná und elf Kutschen machten sich in Richtung Burg auf. Rašín fuhr in der zwölften Kutsche, ganz in Schwarz gekleidet, verkehrt auf einem feurrotem Stier sitzend, den Stierschwanz in seinen Händen anstelle des Zaumzeugs. Das machte den Burgbewohnern, und insbesondere Rašíns Witwe, zu schaffen. Als einmal ein alter, ehemaliger Soldat auf der Burg um Almosen bat, fragte er die Frau, was ihr solche Sorgen bereite. Sie erzählte ihm eine schwarze Henne, dreifaches Königswasser, eine geweihte Kerze, Kreide und einen Kiefernzweig zu besorgen. Vor Mitternacht wartete er am Kreuz, das vor der Burg stand. Mit der Kreide zeichnete er einen Kreis um das Kreuz, zündete die Kerze an und wartete. Kurz vor Mitternacht kam der Kutschenzug. Der Soldat warf dem Stier die Henne unter die Füsse und hielt ihn so auf. Dann fragte er Rašíns Geist, wie er ihn von seiner Pein befreien könnte. Rašín antwortete, dass man ihm nicht helfen könne, denn auch wenn seine Ehefrau alle Steine aus dem Haus, da ser erbaut hatte, in ihrer Schürze dorthin tragen würde, von wo sie stammten, wäre das kaum eine Erleichterung für ihn. Und so fährt Rašín auf dem feurroten Stier mit dem Kutschenzug bis heute in Richtung Burg. Sie können sich davon überzeugen, wenn Sie zum Beispiel eine Nacht auf der Burg verbringen. Der Kutschenzug mit dem feurroten Stier wird Sie kurz nach Mitternacht wecken.

O správci Rašínovi

Über die eingemauerte Frau Katharina

Im Jahre 1557 wurde Hertvík Žehušický von Nestajov Eigentümer der Herrschaft Svojanov. Er war ein gnadenloser Herrscher. Seine Frau Katharina Rabenhaupt von Lichtenburg war im Gegenteil sehr gläubig. Im unweit gelegenen Dorf Bystré wird sie bis heute verehrt, da sie der hiesigen Kirche einen goldenen Kelch schenkte. Noch vor ihrer Heirat mit Hertvík hatte sie eine andere Bekanntschaft – einen Schmied von der Burg, mit dem sie sich auch nach der Hochzeit im insgeheim traf. Sie trafen sich meist an der Wegkreuzung im Wald, unweit der Burg, Richtung Rohozná. Hertvík erfuhr dies nach einiger Z|eit, liess die Geliebten verhaften und den Schmied auf äusserst brutale Weise toten: er liess ihm zuerst beide Hände abhacken und ihn dann aufspiessen. Lange Zeit stan dam Unglücksort ein hölzernes Kreuz. Seine Ehefrau Katharina liess Hertvík in die Festungsanlage der inneren Burg lebendig einmauern. Als dann 1805 das neue Tor zum oberen Hofplatz errichtet wurde, wurde an dieser Stelle wirklich das Skelett einer Frau gefunden. Hetvík heiratete wieder, und zwar Bohunka Zárubová von Hustířany. Kurz danach, im Jahre 1578, verstarb er. An der Stelle seines Ablebens wurde ein Sandstein aufgestellt und es wuchs dort die Gemeine Pimpernuss. Wenn die Burg oder ihre Besitzer in Todesgefahr gerieten, begannen sich auf ihr Tropfen zu bilden, die wie Tautropfen aussahen.

O zazděné paní Kateřině

Über das Ausbrennen des Hofes Skalský dvůr

Zu Beginn des Dreissigjährigen Krieges, in den Jahren 1620 und 1621, überfiel eine Truppe polnischer Reiter die Burg Svojanov. Als sie sich im Jahre 1621 von dem Dorf Vítějeves in Richtung Alt Svojanov näherten, schockte der Pächter des nahen Bauernhofs Skalský dvůr Martin Doležal seine Familie, um sich auf der Burg vor den Soldaten zu verbergen. Er selbst trieb mit seinem zehnjährigen Sohn das Vieh in ein Versteck in Olšiny. Die Feinde holten jedoch die Familie des Bauers ein, und zwar an der Stelle, wo heute die Martersäule steht. Dort töteten sie alle Familienmitglieder. An dieser Stelle liess Bauer Doležal zu ihrem Andenken einen Steinsockel mit Holzkreuz errichten, das später durch die heutige steinerne Martersäule ersetzt wurde. Der Bauer ertrug den Schicksalsschlag jedoch nicht und erhängte sich im Wald, unweit der Burg. Nur der kleine Sohn überlebt, von dessen weiterem Schicksal aber nichts  mehr bekannt ist. Seit dieserm Tag hört man nachts ab und zu aus dem Wald das Weinen eines Kindes.

O vypálení Skalského dvora

Über Karl Záruba und Frau Katharina

Im Jahre 1645 wurdeder Legende nach auch die Burg Svojanov von schwedischen Soldaten erobert. Der Burgherr Bohuslav Záruba von Hustířany starb bei der Verteidigung der inneren Festungsanlage der Burg. Die junge Witwe Katharina mit ihrem Sohn Hertvík trauerte um ihn. Letztendlich übernahm Bohuslavs Bruder Karl, der nach nicht allzu langer Zeut Frau Katharina den Hof machte, die Burg. Al ser jedoch eine reiche Frau ritterlicher Herkunft kennenlernte, liess er Katharina, die inzwischen seinen Nachkommen erwartete, im tiefsten Burgkeller einschliessen. Seit jener Zeit waren von dort Gerumpel und eigenartiges Gejammer zu hören. Karl war sehr beunruhigt darüber und liess den Keller nach einiger Zeit öffnen. Der Anblick war Grauenhaft. Unter Kleidefetzen lag die tote Katharina mit zerzaustem Haar und wahnsinnigem Ausdruck im Gesicht. Karl liess die Leiche einmauern. Er selbst verfiel dem Wahnsinn, vielleicht ja weil ihm Katharina bis zu seinem Tode jede Nacht erschienen sein soll. Er musste mit Seilen festgebunden und überwacht werden, sein Wahnsinn war bei Nach tam schlimmsten, bei Tag fiel er in Gleich gültigkeit. Kurz danach wurde er auch in den Sarg gelegt, noch davor liess jedoch sein Bruder Václav Záruba den Leichnam der Frau herausholen und ordnungsgemäss zur letzten Ruhe betten. Eine mysteriöse weisse Frau wandelt jedoch von Zeit zu Zeit bei Nacht durch den Burghofplatz sowie am Kellereingang.

O Karlu Zárubovi a paní Kateřině

Über die kleine Katharina

Jiří Haissler kaufte die Burg im Jahre 1800. Er hielt die Burg nur zwei Jahre lang in seinem Besitz, denn da der Kaufpreis nie entrichtet wurde, wurde der Kaufvertrag aufgelöst. Oder war es in Wirklichkeit ganz anders? Kurz nach dem Kauf der Burg entschloss sich Jiří Haissler die Burgpaläste zu renovieren und zu Wohnzwecken umzugestalten. Er hatte vor, gemeinsam mit seiner Ehefrau und der siebenjährigen Tochter Katharina auf die Burg zu ziehen. Zunächst liess er den bestehenden gotischen Palast, dessen Räumlichkeiten besser für Wohnzwecke geeignet waren, fertigbauen und nachher wollte er den repräsentativen Renaissancepalast fertigbauen lassen. Die kleine Katharina spielte einmal im Durchgang zwischen den beiden Palästen, gerade dort, wo die Bauarbeiten verliefen. Plötzlich brach die Balkenkonstruktion des Gerüstes zusammen und stürzte auf die kleine Katharina. Katharina lief dann, Blut überströmt, durch alle Zimmer und suchte ihren Vater. Im Herrenzimmer lehnte sie sic hmit ihren Händen erschöpft an die hinteren Wand und verstarb. Seit sieser Zeit wird sie im Damenzimmer gesichtet, wandelt dann durch den ganzen Palast und drückt ihre blutigen Hände an die hinteren Wand im Herrenzimmer…

Dieses tragische Ereignis hielt Jiří Haissler von der weiteren Renovierung der Burg ab, und so wurde nur der bestehende gotische Palast renoviert, während der benachbarte Renaissancepalast eine Ruine ist. Er wurde die Burg lieber schnell wieder los…